Spieleentwicklung an der Hochschule Heilbronn

Updated: Sep 5, 2020

Auch wenn mein Studium schon abgeschlossen ist, möchte ich gerne über eine interessante Vorlesung schreiben. Im Wintersemester 2014/2015 habe ich die Vorlesung Spieleentwicklung bei Herrn Bernhard Mies besucht. Bernhard Mies ist Mitglied des Indie Entwicklungsstudios Woodland Barbarians in Hamburg und kommt extra den weiten Weg aus dem Norden Deutschlands um neugierigen Studenten wie mir etwas beizubringen.

Uns wurde ein wichtiger Einblick in die Spieleentwickler-Szene gezeigt und offenbart, dass es nicht immer rund laufen muss. Aber auch wie sich die Szene in den letzten Jahren gewandelt hat und mit welcher Spannung und Empathie das geliebt und gelebt wurde.

Dabei wurde auf das Spieleentwicklungs-Event Ludum Dare stark eingegangen, was den Kern der Vorlesung bildete. Dabei müssen alle Teilnehmer ein Spiel unter bestimmten Bedingungen entwickeln. Das interessante daran ist, dass man erst kurz vor Start der Entwicklung das Thema erfährt für welches man entwickeln soll. Insgesamt hat man noch die Beschränkung, dass man auf eine gemeinsame Code-Basis zugreifen darf und sonst der restliche Code, Grafiken und Sound selbst zu erstellen sind. Das Ganze muss dann binnen 48 Stunden „fertig“ sein. Natürlich kann man in zwei Tagen kein fertiges Spiel abliefern, meistens handelt sich um ein oder zwei Spiellevel oder um begrenzte spielerische Elemente.

Mit diesen Prinzipien startete das Projekt an der HHN. Insgesamt hatten wir eine Woche Zeit um uns an das Thema langsam heranzutasten und warm zu werden. Am Montag galt es sich mit einer Entwicklungsumgebung einer Wahl zurecht zu finden. Dabei gab es unter den Teilnehmern verschiedene Geschmäcker, die meisten wählen jedoch libgdx, eine Java-Bibliothek und die anderen die Unity Engine mit JavaScript und C#. An den weiteren Tagen haben wir bestimmte Aspekte der Spieleentwicklung anhand eigener Spieleideen ausprobiert. Insgesamt konnten wir in vier verschiedene Aspekte untergliedern: Kinästhetik, Ästhetik, Technologie und Mechanik.

Am Wochenende startete dann endlich das eigentliche Projekt, oder auch Jam gennant, nach dem Vorbild Ludum Dare. Uns wurde das Thema „Survival“ genannt und wir haben dann 48 Stunden Zeit das Spiel zu entwickeln. Das war sehr spannend und hat sehr viel Hirnschmalz abverlangt. Nach dem Wettbewerb haben alle Teilnehmer die anderen Spiele ausprobiert und bewertet, dies ergab einen Sieger. Seht euch selbst die Resultate aller Teilnehmer an und probiert sie aus. Viel Spaß!

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